Diabetes breitet sich wie eine Epidemie aus



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Diabetes Typ II breitet sich wie eine Epidemie weltweit aus. Derzeit sind in Deutschland 9 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, die Dunkelziffer liegt sehr wahrscheinlich weit darüber.

Da offenbar immer mehr Menschen an der Stoffwechselkrankheit Diabetes (oder auch „Zuckerkrankheit“) leiden, hat nun laut einem Bericht des „Greenpeace-Magazins“ Prof. Peter Schwarz vom Dresdner Uni-Klinikum die Notwendigkeit eines bundesweiten Diabetes-Registers betont.

Der Dresdner Professor und Präsident des seit dem 9. April in Dresden stattfindenden 6. Weltkongresses zur Diabetes-Prävention hatte gegenüber der Deutschen Presseagentur die Erfahrungen mit solchen Registern in anderen Ländern dargestellt und aufgezeigt, dass dadurch z.B. in Finnland die Qualität von Diabetes-Behandlungen hätte gesteigert und gleichzeitig Kosten hätten gesenkt werden können.

In Bezug auf Diabetes bestehe laut Schwarz dringender Handlungsbedarf, denn die Krankheit breite sich global betrachtet wie eine Epidemie aus – für Deutschland bedeutet das: Derzeit knapp 9 Millionen Diabetiker sowie etwa vier Millionen zusätzliche Fälle, in denen die Betroffenen noch nichts von ihrer Krankheit wissen. Hält die Entwicklung der letzten Jahre an, so könnten es laut Schwarz im Jahr 2020 dann schon 14 Millionen Zuckerkranke sein, zuzüglich einer "Dunkelziffer" von möglicherweise bis zu sechs Millionen Betroffenen. Aber nicht die für 2020 prognostizierte Zahl der Diabetiker allein gibt Grund zur Sorge, denn die Krankheit bringt in vielen Fällen auch noch diverse Folgeerkrankungen wie z.B. Depressionen, Bluthochdruck, Erblindung oder Amputationen mit sich, die eine weitere – nicht zu bewältigende – finanzielle Belastung für das Gesundheitssystem bedeuten würden.

Der Aufbau eines bundesweiten Registers könne angesichts der steigenden Anzahl an Kranken deutliche Vorzüge bringen: So ließe sich z.B. auf diesem Wege ermitteln, welche Folgeerkrankungen mehr oder weniger oft nach einer Zuckerkrankheit auftreten – bei Herzinfarkten werde beispielsweise vermutet, dass in 70% der Fälle ein Diabetes die Hauptursache sei. Ein weiterer positiver Effekt eines Diabetiker-Registers wäre dem Professor nach die Möglichkeit einer generell besseren Information, Beratung und Rechtsaufklärung für die Patienten – dies würde wiederum dazu führen, dass die Betroffenen ihren jeweiligen Ärzten sehr viel informierter und selbstbewusster gegenübertreten könnten als bisher.

Da Diabetes häufig unter anderem durch Übergewicht verursacht wird und laut Schwarz ein Drittel der deutschen Bevölkerung eine genetisch bedingte Veranlagung zu Übergewicht hätten, sei es außerdem notwendig, national bzw. europaweit stärker als zuvor auch präventiv gegen die Krankheit vorzugehen. (sb, 10.04.2010)

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Bemerkungen:

  1. Nikojas

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