Höchster Krankenstand in Brandenburg



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In Brandenburg sind die Menschen häufiger krank, als im bundesweiten Durchschnitt. Zu diesem Ergebnis gelangte eine interne Auswertung der Krankenkasse DAK.

In Brandenburg sind die Menschen im Vergleich zu den restlichen Bundesländern am häufigsten krankgeschrieben. Das teilte die Deutsche Angestelltenkasse (DAK) anhand einer internen Auswertung des Versichertenbestandes mit.

Die Anzahl der Krankmeldungen ist im bundesweiten Durchschnittsvergleich im Bundesland Brandenburg am höchsten. Laut einer Auswertung von Patientendaten der DAK liegt der deutschlandweite Durchschnitt gemessen an den Krankheitstagen bei 3,4 Prozent. In Brandenburg hingegen lag der Krankenstand bei 4,4 Prozent. Das bedeutet, dass jeder Brandenburger im Jahresdurchschnitt 2010 etwa 16,2 Tage am Arbeitsplatz aufgrund einer Erkrankung fehlte.

Krankenstand nimmt kontinuierlich zu Ein Sprecher der Krankenkasse verwies zudem auf einen kontinuierlichen Anstieg der Krankenstände. Im Jahre 2009 waren die Brandenburger noch rund 15,8 Tage im Jahr krank. Im Jahre 2008 waren es lediglich 14,5 Krankheitstage. Insbesondere der Anstieg psychisch bedingter Arbeitsausfälle lässt Besorgnis erregen. Vor allem junge Menschen fühlen sich immer „ausgebrannter“ und leiden unter psychischen Beeinträchtigen wie dem Burnout-Syndrom oder Depressionen. Auch die Anzahl von Unfällen mit Verletzungen haben nach Angaben der Krankenkasse deutlich zugenommen.

Ostdeutsche im Schnitt häufiger krank, als im Westen Warum ausgerechnet der Krankenstand in Brandenburg am höchsten ist, darüber lässt sich nur spekulieren. Einige Studien verweisen immer wieder auf deutliches Ost-West-Gefälle. So sind vor allem Ostdeutsche von einen höheren Herzinfarkt-Risiko und Bluthochdruck betroffen. Auch die Einkommensstrukturen spiegeln sich in den Krankenständen wieder. Arbeitslosigkeit und niedrige Einkommen führen laut mehrerer Evidenzbasierter Studien auch zum einem höheren Auftreten von Erkrankungen.

Stress am Arbeitsplatz wächst Die Daten basieren auf einer Auswertung von rund 124.000 bundesweiten Krankenschreibung von Versicherten der DAK. Am häufigsten waren Brandenburger von einer zeitweisen Arbeitsunfähigkeit betroffen. Nach Ansicht der Kasse sei auffällig, dass Arbeitsunfälle ebenso wie psychische Störungen in den letzten Jahren zunahmen. Der beobachtete Anstieg spiegelt steigende Anforderungen im Berufsleben wieder. Die Menschen müssen heutzutage immer mehr Flexibilität beweisen, als es noch vor zehn Jahren der Fall war. Viele Menschen sind jedoch den Anforderungen nicht gewachsen und reagieren mit gesundheitlichen Einschränkungen. Dies führe wiederum zu wirtschaftlichen Einbußen der Unternehmen.

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Bild: Verena N. / pixelio.de

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